Zwischenfazit Zweite Herren mit Coach Timo Wache
Timo Wache über die ersten Wochen der Vorbereitung, den Saisonausblick und die Dynamik innerhalb der Mannschaft
Foto by Jens Perlberg
Timo, die ersten Wochen der Vorbereitung liegen hinter dir und dem Team. Wie lautet ein erstes Fazit deinerseits zur Mannschaft und wie sind die Eindrücke aus den ersten Trainingswochen?
Grundsätzlich bin ich mit den ersten Wochen der Vorbereitung sehr zufrieden. Wir haben eine gute Beteiligung gepaart mit einer hohen Intensität und Dynamik bereits von Beginn an. Man spürt, dass alle Spieler Lust auf Handball haben, was auch sicherlich, wie in der vergangenen Saison, mit der einzigartigen Stimmung innerhalb des Teams zusammenhängt.
Welche Schwerpunkte hast du denn inhaltlich bislang in der Vorbereitung gesetzt und wie zufrieden bist du dahingehend mit der Entwicklung?
Zunächst einmal wurde der Fokus auf den athletischen Bereich gelegt, um die grundlegenden Voraussetzungen zu schaffen. Handballtechnisch haben wir uns vor allem um den Angriff gekümmert und ein paar neue Auftakthandlungen in unser bereits bestehendes System implementiert und die Spieler an unsere Idee Handball zu spielen herangeführt. Im zweiten der Teil der Vorbereitung wird unser Hauptaugenmerk, dann klar auf der Abwehr liegen, wo ich noch 1,2 zusätzliche Varianten zu unserer 6:0 Abwehr etablieren möchte, um in Spielen auch aktiv auf mögliche taktische Varianten des Gegners reagieren zu können und einfach variabler im Spielverlauf zu sein.
Magst du ein kleines bisschen genauer erläutern, wie die neue Spielphilosophie aussehen soll auch im Vergleich zu letzter Saison, ohne natürlich zu viele Details zu nennen.
Wir wollen einen modernen, 1 gegen 1 geprägten Handball spielen, in Kombination mit einem ebenfalls zeitgemäßen Kreisläuferspiel, um den Rückraumspielern entsprechende Lösungen zu schaffen. Hieraus sollen in Folgehandlungen unsere wurfstarken Außen noch mehr eingebunden werden. Außerdem soll das Tempospiel noch mehr in den Vordergrund rücken, da insbesondere Geschwindigkeit und Athletik zu unseren großen Stärken zählen.
Vielleicht kannst du noch ein Stück weit näher auf die besondere Stimmung innerhalb des Teams eingehen, auch vor dem Hintergrund, dass die meisten Einheiten aktuell noch ohne Harz stattfinden, da unsere heimische Bielerthalle noch renoviert wird.
Man merkt einfach, dass jeder Spieler mit viel Freude zu jeder Trainingseinheit kommt, weil es zusätzlich zum Handball auch jedes Mal ein Zusammenkommen mit Freunden ist. Diese Faktoren wirken sich dann auch auf die Motivation beim Handball selbst aus, da es sicherlich nicht selbstverständlich ist in der Oberliga quasi die ganze Vorbereitung ohne Harz zu absolvieren und trotzdem die Konzentration und den Fokus auf dem Level zu halten, wie es bei uns aktuell der Fall ist.
Wie ist dein Blick auf die Integration unserer jungen Neuzugänge, von denen ein großer Teil aus deiner letztjährigen A-Jugend stammt?
Grundsätzlich blicke ich positiv auf die Integration der Neuzugänge, obwohl es grundsätzlich vermeintlich immer schwierig ist, in ein so gefestigtes Mannschaftsgefüge reinzukommen. Mit jeder Einheit merkt man aber, dass die Jungs an Selbstvertrauen gewinnen und auch menschlich immer weiter in das Team hereinwachsen. Diese beiden Faktoren bedingen sich natürlich gegenseitig, weshalb ich für die kommenden Wochen der Vorbereitung sehr positiv gestimmt auf die Entwicklung unserer jungen Talente schaue.
Was sind deine Erwartungen und Ziele für die anstehende Oberliga Saison, sowohl ergebnistechnisch als auch darüber hinaus?
Mannschaftsintern werden wir in den kommenden Wochen noch genauer über konkrete Zielsetzungen sprechen, grundsätzlich sollte als Aufsteiger die erste Prämisse aber immer der Klassenerhalt sein. Wir spielen in einer starken Oberliga Staffel, wo sich viele Teams zunächst auf Augenhöhe begegnen werden, und wir hoffen durch immer weiter fortschreitende Entwicklung unseres Systems, hier auch entsprechend dann die Punkte zu holen. In dieser Entwicklung liegt auch mein primärer Schwerpunkt, da der Großteil unseres Teams Mitte 20 oder jünger ist, möchte ich am Ende der Saison auf die Mannschaft schauen und bei jedem Spieler einen erkennbaren Fortschritt innerhalb unseres Systems erkennen. Zudem sollen die ganz jungen Spieler sich Schritt für Schritt an der Herrenhandball auf Oberliga Niveau gewöhnen und somit im Zeichen des Konzeptes der Handballabteilung das potenzielle Fundament für unsere 1.Mannschaft bilden.
Was möchtest du abschließend den Fans des TuS 82 Zwo noch mitteilen, warum es sich lohnt in der kommenden Saison in die Bielerthalle zu kommen und diese wie beim Aufstiegsspiel gegen Siebengebirge in die „Bielerthölle“ zu verwandeln?
Die Unterstützung von den Rängen kann gerade in einer so ausgeglichenen Liga am Ende immer den Unterschied ausmachen. Deshalb möchte ich jeden Fan bitte und ans Herz legen in die Halle zu kommen und die einzigartige Stimmung aus dem Siebengebirge Spiel in die Oberliga zu transportieren. Die Mannschaft hat sich diesen Support mit ihrem Einsatz, ihrer Freude und ihrem Engagement auf und neben dem Platz einfach verdient und gerade als junge Mannschaft können wir von diesen Emotionen mehr als nur profitieren.
Also bis hoffentlich bald in der Halle liebe TuS 82 Zwo Familie, TuS Go!