Drittliga-Headcoach Aaron Hahn im Interview
Zwischenfazit nach der ersten Phase der Saisonvorbereitung
Du bist jetzt seit einigen Wochen Teil unseres Vereins. Wie hast du die erste Zeit erlebt und wie fühlst du dich bei uns?
Zunächst einmal muss ich sagen, dass wir hier ein sehr intaktes Mannschaftsgefüge haben. Wir verfügen über eine gute Mischung aus zwei, drei erfahrenen Spielern und vielen jungen Akteuren. Das Mannschaftsklima ist hervorragend und schafft ein Umfeld, in dem sich jeder wohlfühlt und gut arbeiten kann. Das sind ideale Voraussetzungen, um die Mannschaft inhaltlich weiterzuentwickeln. Ich wurde sehr gut aufgenommen und die Arbeit mit den Jungs macht mir extrem viel Spaß. Entsprechend fühle ich mich hier sehr wohl.
Was waren deine ersten Eindrücke von der Mannschaft, dem Umfeld und wie hast du dich im Rheinland eingelebt?
Die ersten Eindrücke sind durchweg positiv. Die Mannschaft ist handballerisch sehr ausgeglichen und bringt viele individuelle Stärken mit, die wir als Team nutzen können. Wenn alle Spieler fit sind, verfügen wir über einen breit aufgestellten Kader, der uns auch viele Möglichkeiten in der Rotation bietet.
Auch das Umfeld hat es mir bisher sehr leicht gemacht, anzukommen. Wir haben ein großes Trainer- und Funktionsteam, das uns im Alltag hervorragend unterstützt und viele organisatorische Aufgaben übernimmt. Das erleichtert die tägliche Arbeit enorm. Vom Rheinland selbst habe ich bisher noch nicht allzu viel gesehen, aber das wird sich in den kommenden Wochen und Monaten sicher ändern.
Die ersten Wochen der Vorbereitung liegen hinter euch. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?
Mein Zwischenfazit fällt zweigeteilt aus. Einerseits beschäftigt uns die aktuelle Verletzungssituation. Hier gilt es, mit einer guten Belastungssteuerung und gezielter Prävention möglichst schnell wieder eine bessere Ausgangslage zu schaffen.
Handballerisch bin ich dagegen zufrieden. Die Mannschaft hat die ersten Inhalte und neuen Systeme im Angriff wie auch in der Abwehr bereits gut aufgenommen und verinnerlicht. In der zweiten Phase der Vorbereitung geht es jetzt darum, den Feinschliff vorzunehmen und an den Details zu arbeiten.
Welche Schwerpunkte habt ihr in den vergangenen Wochen gesetzt und wie zufrieden bist du mit der Entwicklung der Mannschaft?
Unser Schwerpunkt lag darauf, das neue Spielsystem möglichst schnell und umfassend zu vermitteln. Besonders zufrieden bin ich mit dem Einsatz und der Bereitschaft der Mannschaft, die neuen Inhalte anzunehmen und umzusetzen. Dass dabei noch nicht alles perfekt funktioniert, ist völlig normal.
Auch in den Testspielen war eine Entwicklung erkennbar. Zwischen den Spielen gegen Langenfeld und die Bergischen Panther haben wir uns vor allem in der Abwehr und im Tempospiel deutlich gesteigert. Das Spiel in Dormagen war in der Defensive zwar ein kleiner Rückschritt, gleichzeitig konnten wir daraus wichtige Erkenntnisse gewinnen und diese im anschließenden Test gegen Ferndorf bereits besser umsetzen. Im Angriff wollen wir nun vor allem in den Details präziser werden und uns in unterschiedlichen Konstellationen weiter einspielen.
Was hat dich in den ersten Wochen besonders positiv überrascht – sei es im Team oder im Verein?
Mich hat besonders die gewachsene Teamstruktur beeindruckt. Die Neuzugänge wurden schnell integriert und das Miteinander innerhalb der Mannschaft funktioniert sehr gut.
Auch vom Verein habe ich viel Unterstützung erfahren. Das gesamte Umfeld ist sehr offen und hilfsbereit, wodurch es mir leichtgefallen ist, mich in meiner neuen Aufgabe einzuleben.
Wo siehst du aktuell noch das größte Entwicklungspotenzial, bevor die Saison startet?
Vor allem in der Detailarbeit. Die grundsätzliche Systematik ist bereits vorhanden und wird von der Mannschaft gut umgesetzt. Jetzt geht es darum, Abläufe weiter zu verfeinern, Entscheidungen noch konsequenter zu treffen und die Abstimmung in allen Mannschaftsteilen weiter zu verbessern.
Welche Erkenntnisse konntest du aus den bisherigen Testspielen mitnehmen?
Die Testspiele haben bestätigt, dass unsere grundsätzliche Systematik funktioniert. Gleichzeitig haben sie deutlich gemacht, dass wir in vielen Bereichen noch an den Details arbeiten müssen. Genau dafür nutzen wir die verbleibende Vorbereitungszeit.
Was sind die wichtigsten Ziele für die verbleibende Vorbereitungszeit?
In den kommenden Wochen wird die Detailarbeit im Mittelpunkt stehen. Wir wollen unsere Abläufe weiter festigen, das Zusammenspiel verbessern und in allen Bereichen noch mehr Sicherheit gewinnen, damit wir bestmöglich auf den Saisonstart vorbereitet sind.
Worauf dürfen sich unsere Fans freuen, wenn die neue Saison beginnt?
Ich hoffe, dass unsere Fans eine Mannschaft sehen werden, die eine sehr aktive Abwehr spielt und daraus ein schnelles Tempospiel entwickelt. Wir wollen auf dem Feld gute Entscheidungen treffen, uns kontinuierlich weiterentwickeln und im Angriff mit einer hohen Effektivität auftreten.
Vor allem sollen unsere Fans eine Mannschaft erleben, die mit Einsatz, Wille und Mut auftritt. Sie dürfen sich auf modernen Handball mit viel Tempo, einer aggressiven Abwehr und einer großen Portion Emotionalität freuen.