Unerwarteter Heimsieg mit „letztem Aufgebot“
TuS 82 Opladen zeigt starke Nerven und macht großen Schritt Richtung Klassenerhalt
Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung hat der TuS 82 im Heimspiel gegen die favorisierte HSG Rodgau Nieder-Roden zwei nicht unbedingt eingeplante Punkte eingefahren. Beim 30:28-Erfolg trotzte die Mannschaft von Trainer Stefan Scharfenberg einer extrem angespannten Personalsituation und zeigte über 60 Minuten eine starke kämpferische Leistung und belohnte sich für die harte Arbeit.
Die Voraussetzungen vor der Partie hatten sich kurzfristig noch einmal deutlich verschärft. Durch die krankheitsbedingten Ausfälle von Len Johannmeyer und Tobias Schmitz, sowie der Verletzung von Luca Kostorz, standen dem TuS 82 lediglich neun Feldspieler zur Verfügung. Dem gegenüber trat Rodgau mit voller Bank und insgesamt 14 Feldspielern an – die Rollen schienen im Vorfeld klar verteilt.
Doch auf dem Feld zeigte sich ein anderes Bild. In einer zunächst zähen Anfangsphase, in der beide Teams offensiv schwer ins Spiel fanden und auch erste Chancen ungenutzt ließen, arbeiteten sich die Opladener mit viel Einsatz in die Partie. Angeführt von einem starken Colin Beckert im Tor übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle und setzten sich über 6:3 (13.) und 8:5 (17.) erstmals ab.
Rodgau fand im weiteren Verlauf besser ins Spiel und drehte die Partie bis zur Pause leicht zu seinen Gunsten. Mit einem 14:12-Rückstand ging der TuS 82 in die Kabine, war jedoch weiterhin voll im Spiel.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Opladen dann eine der stärksten Phasen des Abends. Bereits früh gelang der Anschluss und nach dem 16:15 (34.) übernahm der TuS 82 wieder die Kontrolle. Die Partie blieb zwar eng – 19:18 (41.) und 20:20 (44.) – doch die Gastgeber behielten in den entscheidenden Momenten die Ruhe.
Mit einem Doppelschlag von Birger Dittmer sowie zwei Treffern von Malte Wolfram setzte sich Opladen erstmals deutlicher ab (24:20, 49.). Wenig später sorgte Fynn Johannmeyer mit zwei wichtigen Toren in Folge für das vorentscheidende 27:22 (54.).
In dieser Phase war es erneut Torhüter Colin Beckert, der mit wichtigen Paraden den Vorsprung absicherte. Gleichzeitig brachte der stark aufspielende Blitztransfer Oliver Milde in seinem zweiten Spiel für den TuS all seine Erfahrung ein und steuerte unter anderem einen weiteren Treffer zum 29:25 (56.) bei.
Auch in der Schlussphase ließ sich der TuS 82 kurzzeitig aus der Ruhe bringen. Die Gäste versuchten mit einer offensiven Deckung noch einmal Druck aufzubauen, konnten den verdienten Heimsieg jedoch nicht mehr ernsthaft gefährden. Spätestens mit dem 30:27 (58.) durch Maxim Swiedelsky war die Partie entschieden.
Trainer Stefan Scharfenberg zeigte sich nach dem Spiel entsprechend beeindruckt:
„Das war heute eine außergewöhnliche Leistung. Mit diesem Kader so aufzutreten, verdient größten Respekt. Die Mannschaft hat alles reingeworfen und sich diesen Sieg absolut verdient. Wir haben es geschafft, Rodgau nie so richtig ins Spiel kommen zu lassen und die Kräfte gut zu verteilen, sodass es hinten raus gereicht hat.“
Mit dem Erfolg verbessert sich der TuS 82 auf 22:30 Punkte und verschafft sich weiter Luft im Tabellenkeller. Mit dem Erfolg macht der TuS 82 einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt, der nun nahezu gesichert scheint.
Angesichts der personellen Situation und des Spielverlaufs ist dieser Sieg besonders hoch einzuschätzen. Der TuS 82 belohnte sich endlich für seinen Einsatz der vergangenen Wochen und bewies eindrucksvoll, welche Qualität und welcher Teamgeist in der Mannschaft steckt.
Bereits am kommenden Freitag, den 27. März, steht für den TuS 82 Opladen das letzte Heimspiel der Saison an. Mit dem Derby gegen die Bergischen Panther wartet noch einmal ein echtes Highlight in der Bielerthalle. Die Mannschaft hofft dabei auf lautstarke Unterstützung von den Rängen, um gemeinsam mit den Fans einen gelungenen und erfolgreichen Heimabschluss zu feiern und im Anschluss die scheidenden Spieler gebührend zu verabschieden.
TuS 82 Opladen: Beckert, Klein – Winchenbach, Wolfram (4), Dittmer (5), Swiedelsky (6), Jagieniak (2), Kroner (5/2), F. Johannmeyer (2), Milde (6), Neuner.
HSG Rodgau Nieder-Roden: Becker, Hoepffner - Wucherpfennig, von der Au (5), Wunderlich, Haus (5/2), Stenger, Georgi, Weiland (6), Hassler (1), Markert, Planken (3), Horlebein, Brandt (4), Zelser (1), Klein (3/3).