TuS 82 verabschiedet sich aus dem Meisterschaftsrennen

Es war eigentlich alles für ein Spitzenspiel angerichtet: volle Halle, beide Teams in Bestbesetzung. Aber leider wirkten die Opladener in der ersten Hälfte nicht so richtig auf dem Platz. Weder die bislang so gut funktionierende Abwehr noch der Angriff konnten überzeugen. Dabei begann die Begegnung durchaus ausgeglichen. Beim 5:4 durch Jan Jagieniak war der TuS in Schlagdistanz und hatte bis dahin schon drei Hochkaräter leichtfertig vergeben. Diese Fehlwürfe schienen am Opladener Selbstbewusstsein zu nagen. In der Folgezeit erkannte die Rheinwacht in Person von Spielmacher Fabian Gorris  früh die Lücken im Opladener Abwehrverbund und entweder traf der Halblinke Maximilian Reede oder aber die Anspiele an den Kreis fanden in Dennis Backhaus oder Christian Enders sichere Vollstrecker. Die Zuschauer rieben sich jedenfalls verwundert die Augen, wie leicht die Dinslakener zu Torerfolgen kamen und sich immer weiter absetzen konnten. Beim Spielstand von 10:5 vergaben die 82er einen Strafwurf, prompt erzielte der MTV im Gegenzug das 11:5. Die Gastgeber nutzten anschließend fast jede Wurfchance und so ging es mit 16:9 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel schien die Ansage von Fabrice Voigt zunächst zu fruchten. Die Opladener kämpften sich in die Partie und nahmen die physische Gangart der Dinslakener an. Den Gastgebern wollte zunächst auch wenig gelingen, die ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel blieben torlos. Aber statt das Ergebnis zu verbessern, vergaben die 82er beste Möglichkeiten oder wählten unglückliche Torwürfe. Und so konnten sie auch aus der zweiten Schwächephase des MTV, der von der 43. bis zu 50. Minute kein Tor erzielte, kein Kapital schlagen und scheiterten am Dinslakener Keeper Marco Banning. Die zweite Hälfte ging mit 11:10 an die Gastgeber, die sich nach dem Schlusspfiff von ihrem Publikum zu Recht feiern lassen durften.

TuS-Coach Fabrice Voigt bemängelte nach dem Spiel fehlende Disziplin seiner Mannschaft: "Die taktischen Vorgaben wurden leider zu oft nicht umgesetzt, jeder hatte plötzlich eine Idee. Bis auf Joscha Rinke und Jo Sonnenberg, die beide eine gute Partie spielten, kam keiner meiner Spieler auch nur in die Nähe seines Leistungsvermögens. Die Abschlussschwäche hat uns ein besseres Ergebnis gekostet. So gratulieren wir der Rheinwacht zum Sieg und höchstwahrscheinlich auch zur Meisterschaft."

Zurück