82er fegen Homberg aus der Halle

Der unbedingte Wille der Opladener, mit einem Auswärtssieg den Kontakt zu Spitzenreiter Ratingen zu halten, war schon beim warm-up zu spüren. Die Zielsetzung geriet allerdings bereits nach 90 Sekunden ins Wanken, als Hombergs Mirko Krogmann Opladens Rückraum-Links Lars Jäckel rüde foulte. Für Lars Jäckel war die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits beendet, da er mit blutigem Cut auf die Bank musste. Sein Gegenspieler war mit einer Zwei-Minuten-Strafe noch gut bedient. Hitzig ging es weiter, einige Sekunden später war es dann ein völlig übermotivierter Oliver von Ritter, der nach Foulspiel ebenfalls auf die Bank musste und die Schiedsrichter hatten alle Mühe, die überbordenden Emotionen auf der Homberger Bank in normale Bahnen zu lenken.

Die 82er ließen sich von diesem Spektakel nicht aus dem Konzept bringen, drehten einen 2:0-Rückstand in eine 3:7 Führung (9.), die sie auf 5:10 (15.) ausbauen konnten. Der Ball lief rund bei den 82ern, Joscha Rinke leistete als Spielmacher gute Arbeit für seine Nebenleute und setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. Da auch Opladens Innenverteidigung das Kreisläuferspiel des VfB unterbinden konnte und immer wieder Bälle abfing, kamen die Gäste auch in ihr geliebtes Tempospiel. Die letzten Minuten der ersten Hälfte gehörten Linksaussen Christopher Göddertz, der mit drei blitzsauberen Treffern in Folge zum Pausenstand von 13:18 erhöhte.

Nach dem Wechsel bot sich ein fast identisches Spiel. Fahrige Angriffe der Homberger münzten die 82er immer wieder in der der 1. oder 2. Welle zu einfachen Toren um. Beim Spielstand von 18:25 leistete sich Hombergs Oliver von Ritter den nächsten Aussetzer und musste mit glatt "Rot" vom Platz. Die 82er spielten die Partie souverän herunter, brachten  Kreisläufer Jan Jagieniak in Wurfposition und trafen auch sonst fast nach Belieben.

Christopher Göddertz gelang der Treffer zur ersten Zehn-Tore-Führung (20:30/48.). Die Zeitstrafen häuften sich jetzt auf beiden Seiten, geordneter Spielaufbau war daher nicht mehr möglich. TuS-Coach Fabrice Voigt nutzte die Gelegenheit und brachte mit Henning Kiel, der seit April mit Knorpelschaden ausgefallen war, sowie Keeper Michael Strock, der seine schwere Ellenbogenverletzung aus dem TuSEM-Spiel überragend schnell auskuriert hatte, zwei Langzeitverletzte. Das Opladener Spiel litt weder unter dieser Einwechslungen noch der offensiven Deckung der Homberger. Birger Dittmer, der diese Woche seinen Vertrag bei den 82ern verlängert hat, zeigte auch im linken Rückraum seine Qualitäten und Durchsetzungsfähigkeit, die beiden Aussen Marus Sonnenberg und Christopher Göddertz setzten die Schlussakzente.

Opladen´s Coach Fabrice Voigt war nach dem Schlusspfiff hochzufrieden mit seinem Team: "Wir haben uns von der harten Gangart des Gegners nicht den Schneid abkaufen lassen, sondern gut dagegen gehalten. Meine Mannschaft hat sich auch in den hektischen Phasen immer an die Konzepte gehalten und so geht der Sieg auch in dieser Höhe absolut in Ordnung. Ich muss der gesamten Mannschaft ein großes Lob aussprechen, ein Sonderlob geht heute an unsere Eigengewächse Jan Jagieniak sowie Christopher Göddertz, die beide eine überragende Leistung gezeigt haben."

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