82er deklassieren auch Bonn

Vor dem Anpfiff waren wohl alle Beteiligten von einem Spiel zweier Teams auf Augenhöhe ausgegangen, was mit Abstrichen nur für die erste Hälfte gelten konnte. Nach dem Wiederanpfiff dominierten die Opladener die Bundesstädter nach Belieben und schickten den Gegner mit einer deftigen Packung wieder auf die Heimfahrt.

Der TSV hatte dabei den besseren Start, da die Opladener Abwehr einige Minuten benötigte, um den richtigen Abstand zu den beweglichen Angreifern herzustellen. Nach einem 2:4-Rückstand drehten die Gastgeber das Spiel, übernahmen mit 5:4 die Führung und bauten sie zu einer 14:10-Halbzeitführung aus. Massgeblich war dabei das perfekte Comeback von Keeper Michael Strock, der an diesem Abend zum Player of the Match gewählt worden wäre. Mit 17 Paraden, darunter zwei gehaltenen Siebenmetern, zog er den TSV-Schützen den Zahn.

In der zweiten Hälfte fiel den Gästen im Angriff nicht mehr viel Konstruktives ein. Immer wieder blieben sie in der gut sortierten Opladener Abwehr hängen, die wiederum ihr Tempospiel aufziehen konnten. Und hätten die 82er in der Schlussphase gegen sichtlich angeschlagene Bonner nicht noch vier, fünf 100%ige vergeben, wäre es zu einem richtigen Debakel für den TSV gekommen.

TuS-Coach Fabrice Voigt, der sein Team wieder einmal taktisch hervorragend eingestellt hat, war jedenfalls mächtig stolz auf seine Mannschaft. "Wir haben die Bielerthalle zu einer echten Festung ausgebaut und mit Aldekerk und Bonn jetzt zwei direkte Konkurrenten um die vorderen Plätze deklassiert. Jeder Spieler bringt sich zu 100% ein, wir spielen mit hoher Konzentration und wenigen Fehlern und bleiben auch in Phasen, in denen wir unter Druck kommen, bei unserem Spielkonzept. Insofern also wieder ein Sieg des Kollektivs mit einem bärenstarken Michael Strock im Tor."

Anschließend ging es für alle Mannschaften zur von Markus Sonnenberg perfekt vorbereiteten Weihnachtsfeier in die "Alte Töpferei, die in den frühen Morgen bei Schneefall endete. Nach der Weihnachts- und WM-Pause geht es mit dem nächsten Heimspiel gegen die Adler Königshof weiter. Ob die Bielerthalle am 26.01.2019 wieder zur Verfügung steht, ist indes fraglich. Erneut muss der Hallenboden großflächig saniert werden, um Verlegemängel zu beseitigen. Die 82er haben sich bei befreundeten Vereinen Trainingszeiten verschafft, da die Hallenkapazitäten in Leverkusen, zumal sich die Sanierung der Rheindorfer Halle weiter hinzieht, keine Ausweichmöglichkeiten bieten.

Zurück